Epilepsien – eine Krankheit mit vielen Gesichtern

Epilepsien sind Erkrankungen, bei denen es wiederholt zu epileptischen Anfällen kommt.
Ein epileptischer Anfall ist eine zeitlich begrenzte Funktionsstörung der Hirnnervenzellen. Während des Anfalls kommt es zwischen Millionen von Hirnnervenzellen zu elektrischen Entladungen, durch die sie unkontrolliert “Befehle” an den Körper weitergeben, die sich bei der betroffenen Person im Anfall zeigen.

Je nachdem, welche Nervenzellen involviert sind und was diese Nervenzellen am Körper steuern, äussert sich der Anfall anders. Bei manchen ist dies ein Krampfen des ganzen Körpers, bei anderen nur ein Zucken oder die Bewegung einzelner Körperteile (z.B. Arm, Augenlied, Schmatzen, usw.). Der Anfall kann sich aber auch in einer vorübergehenden Abwesenheit (Bewusstseinsstörung) zeigen.

Weitere Anfallsformen und Kombinationen sind möglich.
Wie sich der Anfall bei einzelnen Betroffenen äussert, ist sehr unterschiedlich und hängt von der Art der Epilepsie ab.

Epileptische Anfälle können bei jedem Menschen und in jedem Lebensalter auftreten. Ein einzelner Anfall bedeutet jedoch noch nicht unbedingt Epilepsie. Erst wenn sich die Anfälle wiederholen oder man im EEG epilepsietypische Signale sieht, spricht man von einer Epilepsie.