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FAQ2021-02-09T16:05:24+01:00

Häufig gestellte Fragen

Epi-Suis­se hat Fra­gen aus der Bera­tung zusam­men­ge­tra­gen, die Betrof­fe­ne und Ange­hö­ri­ge beson­ders häu­fig beschäf­tigt. Hier fin­den Sie eine kur­ze Aus­wahl. Wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen zu Epi­lep­sien und ihre Aus­wir­kun­gen fin­den Sie hier sowie in unse­rem Info­ma­te­ri­al und der Media­thek.

Buchtipp: Epilepsie — 100 Fragen, die Sie nie zu stellen wagten

Der Neu­ro­lo­ge Gün­ther Krä­mer und die epi­lep­sie­be­trof­fe­ne Anja D.-Zeipelt haben für die­ses Buch gemein­sam 100 Fra­gen zusam­men­ge­stellt und beant­wor­tet. Es ist zur Aus­lei­he in der Biblio­thek von Epi-Suis­se erhält­lich oder in Buch­hand­lun­gen zu bestel­len (ISBN 978–936817‑3)

zur Media­thek
Ich habe Pro­ble­me mit der IV, dem Arbeit­ge­ber, den Behör­den. Wo bekom­me ich Unter­stüt­zung?2017–07-02T13:00:55+02:00

Je nach­dem, ob es sich um ein sozi­al­ver­si­che­rungs­recht­li­ches, arbeits­recht­li­ches, finan­zi­el­les oder anders gela­ger­tes Pro­blem han­delt, sind unter­schied­li­che Bera­tungs­stel­len ein­zu­schal­ten. Epi-Sui­s­­se kann Sie unter­stüt­zen und Ihnen Kon­tak­te zu den Bera­tungs­stel­len ver­mit­teln, die Ihnen hel­fen kön­nen. Wen­den Sie sich hier­für an unse­re Bera­tung.

Wo bekom­me ich finan­zi­el­le Unter­stüt­zung?2017–07-02T13:00:26+02:00

Eine Krank­heit bringt lei­der häu­fig auch finan­zi­el­le Sor­gen mit sich. In der Schweiz besteht ein brei­tes Netz an Ver­si­che­run­gen, das Betrof­fe­ne auf­fan­gen soll­te. Zudem gibt es auch auf Behör­den­sei­te Anlauf­stel­len bei finan­zi­el­len Sor­gen. Wir haben auf unse­rer Sei­te zu Finan­zen und Recht die wich­tig­sten Infos zusammengetragen.

Muss ich mei­nem Arbeit­ge­ber oder am Vor­stel­lungs­ge­spräch von der Epi­lep­sie erzäh­len?2017–07-02T12:59:59+02:00

Wenn die epi­lep­ti­schen Anfäl­le in irgend­ei­ner Wei­se Ein­fluss auf die Arbeits­lei­stung haben kön­nen oder eine Selbst­ge­fähr­dung bei einem Anfall besteht, ist es sinn­voll, die Epi­lep­sie gegen­über dem (künf­ti­gen) Arbeit­ge­ber zu erwäh­nen. Neben der Schwe­re der Epi­lep­sie, der Häu­fig­keit, der Regel­mäs­sig­keit, ist auch die Tages­zeit der Anfäl­le zu berück­sich­ti­gen. Ein all­ge­mein gül­ti­ges Patent­re­zept gibt es nicht.

Wie sage ich mei­nem Umfeld, dass ich Epi­lep­sie habe?2017–07-02T12:59:36+02:00

Epi­lep­sien sind noch immer mit vie­len Vor­ur­tei­len behaf­tet. Dar­um ist kor­rek­te und sach­li­che Infor­ma­ti­on sehr wich­tig. Die Beschrei­bung der jewei­li­gen Anfäl­le und die Auf­klä­rung über das rich­ti­ge Ver­hal­ten bei einem Anfall, kann dem Gegen­über die Angst neh­men, falsch zu reagie­ren. Zudem kann über Epi-Sui­s­­se kosten­los Infor­ma­ti­ons­ma­te­ri­al bezo­gen wer­den, das man auch im Umfeld ver­tei­len kann  [Link auf 2.5.2. Infomaterial].

Kann ich mei­nen Beruf trotz Epi­lep­sie noch aus­üben?2017–10-31T11:21:45+01:00

Die mei­sten Beru­fe las­sen sich trotz einer Epi­lep­sie aus­üben, aller­dings gibt es Ein­schrän­kun­gen in Beru­fen, in denen man sich sel­ber oder ande­re bei einem Anfall in Gefahr brin­gen kann. Nicht zwin­gend aber muss in die­sen Fäl­len der Beruf auf­ge­ge­ben wer­den. Manch­mal rei­chen Schutz­mass­nah­men, die man tref­fen kann. Dies muss im Ein­zel­fall geprüft wer­den. Sie fin­den hier wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum The­ma “Beruf und Epilepsie”.

Darf ich trotz Epi­lep­sie Auto­fah­ren?2017–07-02T12:58:42+02:00

Nach einem epi­lep­ti­schen Anfall (Gele­gen­heits­an­fall) gibt es eine Karenz­frist von weni­gen Mona­ten, in der man nicht fah­ren darf. Bei einer dia­gno­sti­zier­ten Epi­lep­sie, die mit Medi­ka­men­ten gut ein­ge­stellt ist, ist Auto­fah­ren mög­lich, je nach Füh­­rer­au­s­­weis-Kate­­go­­rie gibt es aber Ein­schrän­kun­gen. Auf unse­rer Sei­te All­tag mit Epi­lep­sie fin­den Sie zum The­ma noch mehr Informationen.

Ist Epi­lep­sie ver­erb­bar?2017–07-02T12:58:18+02:00

Epi­lep­sien sind kei­ne Erb­krank­hei­ten, doch haben Kin­der von Eltern mit Epi­lep­sie ein erhöh­tes Risi­ko Epi­lep­sie zu bekom­men (ca. 5% der Fäl­le). Das Risi­ko hängt von der Art der Epi­lep­sie ab.

Kann ich trotz Epi­lep­sie Kin­der bekom­men?2019–02-02T00:49:12+01:00

Frü­her hat man epi­lep­sie­be­trof­fe­nen Frau­en vom Kin­der­krie­gen ganz abge­ra­ten, heu­te aber weiss man, dass die mei­sten Schwan­ger­schaf­ten pro­blem­los ver­lau­fen. In der Mehr­heit der Fäl­le hat die Schwan­ger­schaft kei­nen Ein­fluss auf die Epi­lep­sie. Den­noch soll­ten Sie das The­ma Kin­der­wunsch mit Ihrer Neurologin/Ihrem Neu­ro­lo­gen bespre­chen. Es gibt Medi­ka­men­te, die bei Kin­dern zu Miss­bil­dun­gen füh­ren kön­nen, wes­halb man früh­zei­tig für eine mög­li­che Umstel­lung der Medi­ka­men­te sor­gen muss. Die Schwei­ze­ri­sche Epi­­le­p­­sie-Liga hat hier­zu einen Fly­er her­aus­ge­ge­ben, der auch die The­men Gefahr für das Kind bei Anfäl­len, Geburt und Still­zeit berücksichtigt.

Kann ich trotz Epi­lep­sie rei­sen?2017–07-02T12:57:27+02:00

Grund­sätz­lich ja, in Bezug auf Imp­fun­gen und auch die Zeit­ver­schie­bung sind aber vor­gän­gig Abklä­run­gen nötig. Erfah­ren Sie auf unse­rer Sei­te zur Frei­zeit­ge­stal­tung mehr zu die­sem Thema.

Ich habe ein­mal ver­ges­sen, die Medi­ka­men­te zu neh­men – was muss ich jetzt machen?2017–07-02T12:57:00+02:00

Neh­men Sie Kon­takt mit Ihrem Neurologen/Ihrer Neu­ro­lo­gin auf oder mel­den Sie sich im Schwei­ze­ri­schen Epi­­le­p­­sie-Zen­­trum der Kli­nik Lengg und ver­lan­gen Sie den Tagesarzt/die Tages­ärz­tin. Die Medi­zi­ner kön­nen Sie bera­ten, ob Sie die ver­ges­se­ne Dosis “nach­neh­men”, oder Tei­le davon oder ob ein ganz ande­res Vor­ge­hen nötig ist.

Was muss ich bei der Ein­nah­me von Medi­ka­men­ten beach­ten?2017–07-02T12:56:35+02:00

Das wich­tig­ste ist, dass die Medi­ka­men­te regel­mäs­sig und in der kor­rek­ten vom Arzt vor­ge­schrie­be­nen Dosie­rung ein­ge­nom­men wer­den. Damit man stets einen guten Über­blick über die Ein­nah­me hat, gibt es Hilfs­mit­tel wie Dosetten.

Schä­di­gen epi­lep­ti­sche Anfäl­le das Gehirn?2017–07-02T12:56:09+02:00

Epi­lep­ti­sche Anfäl­le oder Epi­lep­sien füh­ren nicht zu einer Intel­li­genz­min­de­rung oder Schä­di­gun­gen am Gehirn. Manch­mal sind Epi­lep­sien ein Sym­ptom für eine bestehen­de Schä­di­gung des Gehirns, wodurch erst Anfäl­le aus­ge­löst wer­den. Unfäl­le mit Kopf­ver­let­zung, Hirn­schlä­ge oder Tumo­re zäh­len zu den mög­li­chen Ursa­chen von Epilepsie.

In sehr sel­te­nen Fäl­len sind Epi­lep­sien bei Kin­dern mit einem sehr schwe­ren Ver­lauf von einem zuneh­men­den gei­sti­gen Abbau beglei­tet. Viel­fach ist aber unklar, inwie­weit die Epi­lep­sie zur Gehirn­schä­di­gung führt.

Wächst sich Epi­lep­sie aus?2017–07-02T12:55:48+02:00

Es gibt bestimm­te Arten von Epi­lep­sien (z.B. juve­ni­le myo­k­lo­ni­sche Epi­lep­sie), die sich aus­wach­sen mit zuneh­men­der Hirn­ent­wick­lung. Die betrof­fe­nen Kin­der müs­sen kei­ne Medi­ka­men­te mehr neh­men und leben anfalls­frei. Dies gilt aber nicht grund­sätz­lich für alle For­men von Epilepsien.

Sind epi­lep­ti­sche Anfäl­le gefähr­lich?2017–07-02T12:55:22+02:00

Ein epi­lep­ti­scher Anfall an sich ist nicht gefähr­lich, das Gehirn beru­higt sich in der Regel nach weni­gen Minu­ten wie­der und stoppt den Anfall selbst­stän­dig. Gefähr­lich kann der Anfall sein, wenn der Betrof­fe­ne im Anfall das Bewusst­sein oder teil­wei­se das Bewusst­sein ver­liert und er sich zu die­sem Zeit­punkt im Stras­sen­ver­kehr, auf einer Lei­ter, in abschüs­si­gem Gelän­de, umge­ben von Gefah­ren­quel­len und ähn­li­chem befindet.

Sind Epi­lep­sie­be­trof­fe­ne gei­stig behin­dert?2017–07-02T12:54:55+02:00

Die Dia­gno­se Epi­lep­sie beschreibt eine gan­ze Grup­pe von Erkran­kun­gen, deren Haupt­merk­mal ist, dass ab und zu epi­lep­ti­sche Anfäl­le auf­tre­ten. Aller­dings kön­nen Grund­er­kran­kun­gen vor­lie­gen, die zu einer gei­sti­gen Behin­de­rung füh­ren. So ist eine schwe­re gei­sti­ge Behin­de­rung in etwa 50% der Fäl­le mit einer Epi­lep­sie verknüpft.

Ist Epi­lep­sie heil­bar?2017–07-02T12:54:29+02:00

Epi­lep­sie ist gut the­ra­pier­bar. Mehr als 70% der Betrof­fe­nen wer­den mit Medi­ka­men­ten anfalls­frei. Für einen wei­te­ren Teil der Betrof­fe­nen kom­men epi­lep­sie­chir­ur­gi­sche Ein­grif­fe, spe­zi­el­le Diä­ten oder auch ein soge­nann­ter “Hirn­schritt­ma­cher” (Vagus­nervsti­mu­la­ti­on) als mög­li­che Behand­lung in Fra­ge, um Anfalls­frei­heit zu errei­chen oder zumin­dest die Zahl der Anfäl­le zu redu­zie­ren. Ins­ge­samt leben aber rund ein Drit­tel der Betrof­fe­nen mit Anfällen.

Tre­ten Epi­lep­sien nur bei Kin­dern auf?2017–07-06T15:44:05+02:00

Nein, Epi­lep­sien kön­nen in jedem Lebens­al­ter auf­tre­ten. Es gibt aller­dings eine sta­ti­sti­sche Häu­fung bei Kin­dern unter einem Jahr und dann wie­der bei älte­ren Men­schen über 65 Jahren.

Wel­che Art von Anfäl­len gibt es?2017–07-06T15:43:59+02:00

Die Medi­zin kennt vie­le ver­schie­de­ne Begrif­fe, um ver­schie­de­ne Arten von Anfäl­len zu unter­schei­den. Zen­tral ist der Unter­schied zwi­schen soge­nannt foka­len Anfäl­le (Anfäl­le, die an einer bestimm­ten, loka­li­sier­ba­ren Stel­le im Gehirn aus­ge­löst wer­den) und gene­ra­li­sier­ten Anfäl­len (Anfäl­le, an denen das gesam­te Gehirn betei­ligt ist). Zudem wird auch unter­schie­den zwi­schen Krampf­an­fäl­len und Absen­zen. Unter “Epi­lep­sie” erfah­ren Sie noch mehr, in wel­chen For­men sich Anfäl­le zeigen.

Was ist der Unter­schied zwi­schen “Epi­lep­sie” und einem “epi­lep­ti­schen Anfall”?2017–07-06T15:43:49+02:00

Ein epi­lep­ti­scher Anfall ist eine zeit­lich begrenz­te Funk­ti­ons­stö­rung der Hirn­ner­ven­zel­len. Wäh­rend des Anfalls kommt es zwi­schen Mil­lio­nen von Hirn­ner­ven­zel­len zu elek­tri­schen Ent­la­dun­gen, durch die sie unkon­trol­liert “Befeh­le” an den Kör­per wei­ter­ge­ben, die sich bei der betrof­fe­nen Per­son im Anfall zeigen.

Epi­lep­ti­sche Anfäl­le kön­nen bei jedem Men­schen und in jedem Lebens­al­ter auf­tre­ten. Ein ein­zel­ner Anfall bedeu­tet jedoch noch kei­ne Epi­lep­sie. Erst wenn sich die Anfäl­le wie­der­ho­len, spricht man von einer Epilepsie.

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