Auswirkungen der Epilepsie bei Kleinkindern

Eine Epi­lep­sie-Dia­gno­se hat ein­schnei­den­de psy­chi­sche Aus­wir­kun­gen, gekenn­zeich­net durch wider­sprüch­li­che, auf­wüh­len­de Gefüh­le. Zu wis­sen, wel­che Form der Krank­heit genau vor­liegt, ermög­licht zum einen dem Arzt, die best­mög­li­che Behand­lung zu fin­den, zum ande­ren aber auch dem Betrof­fe­nen, die eige­nen inne­ren Res­sour­cen zu mobi­li­sie­ren, um sich mit der Krank­heit aus­ein­an­der­set­zen zu können.

Wenn die Dia­gno­se jedoch einem klei­nen Kind gestellt wird, lässt sich aus­ma­len, dass von den psy­chi­schen Aus­wir­kun­gen im Wesent­li­chen die Eltern betrof­fen sind. Eltern, die zunächst selbst Zeit brau­chen, um die Dia­gno­se zu ver­ar­bei­ten. Erst dann kön­nen sie das Kind beru­hi­gen, das die epi­lep­ti­schen Anfäl­le durch­macht, ohne noch in der Lage zu sein, das, was es erlebt, zu begreifen.

Die Dia­gno­se Epi­lep­sie gibt dem Gesche­hen einen Namen, eine Gestalt, mit der ein klei­nes Kind aber wohl kaum etwas anfan­gen kann. Zudem kommt die Krank­heit mit einem gan­zen Wust an medi­zi­ni­schen Fach­be­grif­fen daher, die oft schon für die Eltern schwer ver­ständ­lich sind, geschwei­ge denn für ein Kind.

Bilderbuch Carla

Carla – ein Bilderbuch über Epilepsie

Mit dem Bil­der­buch Car­la kön­nen sich schon klei­ne­re Kin­der mit dem The­ma Epi­lep­sie aus­ein­an­der­set­zen. Es erzählt die Geschich­te von Car­la, die für alle im Kin­der­gar­ten ein Mäd­chen wie jedes ande­re war. Das ändert sich, als sie eines Tages einen epi­lep­ti­schen Anfall erleidet.
Das Bil­der­buch erläu­tert auf 32 Sei­ten For­men der Krank­heit und Behand­lungs­mög­lich­kei­ten. Es eig­net sich für Kin­der von 3 bis 6 Jah­ren und kann hier bestellt werden.

Angst vor dem Anfall

Die Unvor­her­seh­bar­keit der Anfäl­le kann beim Kind einen Angst­zu­stand her­vor­ru­fen, der eine all­ge­mei­ne Ver­un­si­che­rung nach sich zieht. Die sich ent­wickeln­de Unsi­cher­heit des Kin­des beein­träch­tigt sein Lern- und Erkundungsverhalten.
Ler­nen, begrei­fen, erkun­den bedeu­tet, den Mut auf­zu­brin­gen, sich auf unbe­kann­tes Ter­rain vor­zu­wa­gen – was sich noch schwie­ri­ger gestal­tet, wenn man sich nicht aus­rei­chend sicher fühlt. Eine all­ge­mei­ne Unsi­cher­heit hin­dert das Kind dar­an, die unbe­kann­te Welt zu erfor­schen, mit der es sich jedes Mal kon­fron­tiert sieht, wenn es gilt, Neu­es zu erler­nen und sich mit neu­en Bezie­hun­gen auseinanderzusetzen.
Die Eltern müs­sen dem Kind als eine Art „Gefäss“ die­nen, in das es sei­ne anfalls­be­ding­ten Äng­ste ablei­ten kann.

Hil­fe und Unter­stüt­zung für die Eltern und eine akku­ra­te Dia­gno­se­stel­lung hel­fen auch dem Kind dabei, dem Leben mit grös­se­rer Sicher­heit entgegenzutreten.
Die Bera­tung von Epi-Suis­se unter­stützt Sie ger­ne auf die­sem Weg. Rufen Sie uns ein­fach an.