Schule

Wie ein Kind mit Epi­lep­sie in der Klas­se oder im Unter­richt inte­griert ist, ist weni­ger abhän­gig von der indi­vi­du­el­len Krank­heits­form als von den Ein­stel­lun­gen der Klas­sen­ka­me­ra­din­nen und  kame­ra­den wie auch der Lehrkraft.

Ein von Epi­lep­sie betrof­fe­nes Kind kann wie jedes ande­re Kind die sei­nen Gaben ent­spre­chen­den Zie­le errei­chen. Die indi­vi­du­el­le Bega­bung eines Kin­des hängt nicht von der Epi­lep­sie ab.
Epi­lep­sien haben kei­nen gene­rel­len und anhal­ten­den Ein­fluss auf Intel­li­genz, Lern­ver­mö­gen und Lei­stungs­fä­hig­keit. Anfäl­le und Arz­nei­mit­tel kön­nen jedoch das Lern­ver­mö­gen und die Lei­stungs­fä­hig­keit vor­über­ge­hend beeinträchtigen.

Vie­le Kin­der mit Epi­lep­sie haben kei­ne beson­de­ren Schwie­rig­kei­ten in der Schu­le. Falls es jedoch zu Lei­stungs­stö­run­gen kommt, sind die­se stets ernst zu neh­men, da sie nicht fol­gen­los für den Fort­schritt in Schu­le und Beruf sowie für die psy­chi­sche Ent­wick­lung blei­ben wer­den. Eine gründ­li­che Ursa­chen­ab­klä­rung sowie ent­spre­chen­de Hilfs­an­ge­bo­te sind daher von äus­ser­ster Wichtigkeit.

Unterstützung für Lehrpersonen und Eltern

Epilepsien im Schulalltag

In der Bro­schü­re “Epi­lep­sien im Schul­all­tag” fin­den Lehr­per­so­nen medi­zi­ni­sche, psy­cho­lo­gi­sche und päd­ago­gi­sche Infor­ma­tio­nen zum The­ma Epi­lep­sie, die sie im Unter­richts­all­tag mit epi­lep­sie­be­trof­fe­nen Kin­dern unterstützen.

Unterrichtsmappe

Unterrichtsmappe

Lei­hen Sie sich unse­re “Unter­richts­map­pe Epi­lep­sie” aus. Sie ent­hält Schu­lungs­un­ter­la­gen über Epi­lep­sie für den Unter­richt an der Mit­tel- und Oberstufe.

Dokumente und Fragebogen für Neuropädiater/-innen

Fin­den Sie hier Infor­ma­tio­nen zur Epi­lep­sie eines Kin­des für die Schu­le, den Fra­ge­bo­gen zu medi­zi­ni­schen Ein­schrän­kun­gen im Schul­all­tag und Ver­hal­tens­re­geln für ver­schie­de­ne Anfalltypen.

Lagerwoche

Entlastung für Eltern

Für Schul­kin­der mit Epi­lep­sien ste­hen unse­re Som­mer- und Herbst­la­ger offen. Die Kin­der sind gut betreut und die Eltern erfah­ren eine Entlastung.

Berufswahl

Wie für alle Jugend­li­chen muss sich die Berufs­wahl in erster Linie nach den Nei­gun­gen und Fähig­kei­ten im Ein­zel­fall richten.
Die Epi­lep­sie darf dabei jedoch nicht aus­ser Acht gelas­sen wer­den, ins­be­son­de­re im Zusam­men­hang mit den fol­gen­den Fra­gen: Inwie­weit ist die Epi­lep­sie kon­trol­liert? Was pas­siert, wenn es am Arbeits­platz zu (erneu­ten) Anfäl­len kommt?

In der Regel ist Epi­lep­sie­be­trof­fe­nen der Zugang zu Beru­fen, in denen bei einem Anfall ande­re in Gefahr kom­men könn­ten, z. B. Pilot, Chauf­feur oder Loko­mo­tiv­füh­rer, ver­wehrt. Nur mit gewis­sen Ein­schrän­kun­gen kom­men Beschäf­ti­gun­gen in Fra­ge, bei denen Anfäl­le die betrof­fe­ne Per­son selbst in Gefahr brin­gen kön­nen, z. B. Beru­fe, in denen auf Lei­tern, Gerü­sten oder Dächern gear­bei­tet wird.

Fest­stel­len zu müs­sen, dass bestimm­te Beru­fe Per­so­nen mit Epi­lep­sie ver­wehrt sind oder nicht emp­foh­len wer­den, schmerzt. Es ist also ver­ständ­lich, dass die Berufs­wahl und folg­lich die Aus­ein­an­der­set­zung mit den eige­nen Chan­cen im Leben für die Betrof­fe­nen mit ver­gleichs­wei­se grös­se­ren Schwie­rig­kei­ten ver­bun­den sind.
Umso wich­ti­ger ist es daher, sich an Ver­trau­ens­per­so­nen (unter ande­rem die Lehr­kraft) zu wen­den und zei­tig eine ein­ge­hen­de Berufs­be­ra­tung in Anspruch zu nehmen.
Emp­feh­lens­wert ist eine gute Zusam­men­ar­beit zwi­schen Schu­le, Berufs­be­ra­tern und behan­deln­dem Arzt, nach Mög­lich­keit auch unter Bei­zie­hung eines Neu­ro­psy­cho­lo­gen und der Angehörigen.