Versicherung

In der Schweiz sichern verschiedene Sozialversicherungen Menschen bei Krankheit oder Unfall ab. Sie finanzieren je nachdem die Kosten für Arztbesuche und Therapien (sogenannte Heilungskosten) und/oder die Kosten eines Lohnausfalls.

Das Sozialversicherungssystem wird ergänzt durch die öffentliche Sozialhilfe: Auch als Fürsorge bezeichnet bildet sie das letzte Auffangnetz für Menschen in Not.

Die Akteure der sozialen Absicherungen auf einen Blick:

Krankenkasse (KV)

Im Falle einer Krankheit und einer Mutterschaft sichert das Krankenversicherungsgesetz (KVG) finanziell alle Bevölkerungsschichten in der Schweiz ab. Für Kinder sowie Erwachsene, die keiner Unfallversicherung angehören, werden auch die Heilungskosten nach einem Unfall übernommen.

Bei Kindern mit einem Geburtsgebrechen übernimmt hingegen die Invalidenversicherung (IV) die Funktion der Krankenkasse (siehe «Invalidenversicherung»).

Grundsätzlich vergüten Krankenkassen lediglich die Kosten oder Teile davon für Arztbesuche, medizinische Behandlungen und Therapien, wobei jeder Versicherte über den Selbstbehalt und die Franchise einen Teil selbst übernehmen muss.

Im Bereich der Krankenkasse wird zwischen den Leistungen der obligatorischen Grundversicherung (KVG-Leistungen) und Leistungen aus den freiwilligen Zusatzversicherungen (VVG) unterschieden. Im KVG müssen die Kassen alle Personen aufnehmen. Bei den freiwilligen Zusatzversicherungen gilt diese Aufnahmepflicht nicht. Dies gilt es für Menschen mit Epilepsie besonders zu beachten.

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