Freizeitgestaltung

In vielen Fällen bildet die Epilepsie allein kein Hindernis, seine Freizeit frei und nach den eigenen Wünschen und dem eigenen Geschmack zu gestalten.

Je nach Art und Häufigkeit der Anfälle aber sind Vorsichtsmassnahmen zu treffen. Diese können sehr unterschiedlich aussehen: Für manche Betroffene reicht ein regelmässiger Tagesablauf und klare Tagesstrukturen, um das Anfallrisiko zu mindern. Sie müssen vielleicht nur beachten, dass sie nicht zu spät ins Bett kommen. Für andere hingegen sind gewisse Beschäftigungen gar nicht oder nur in Begleitung empfehlenswert.

Besondere Abwägungen gelten für gewisse Sportarten sowie für Ferienreisen.

Mit wenigen Ausnahmen ist eine regelmässige körperliche Betätigung für alle Menschen und in jedem Alter gesund, unabhängig davon, ob sie eine Epilepsie haben oder nicht. Kinder sollen bei allen Sportarten mitmachen dürfen und nicht ausgeschlossen werden. Wer Sport treibt, fühlt sich besser und leistungsfähiger. Das Erleben der eigenen Geschicklichkeit, Kraft und Ausdauer, wirkt sich positiv auf den Körper sowie auf die Psyche aus und steigert das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl. Sport in Gruppen ermöglicht zudem wertvolle zwischenmenschliche Kontakte.

Die Wahl der Sportart hängt neben den persönlichen Vorlieben auch von der Art der Epilepsie und der Häufigkeit der Anfälle ab. Für Menschen mit Epilepsie sind solche Sportarten am gefährlichsten, die mit einem Risiko von Kopfverletzungen und Stürzen verbunden sind. Ungeeignete Sportarten wie zum Beispiel Fallschirmspringen, Gebirgsklettern oder Tiefseetauchen, bei welchen ein epileptis