Epilepsie im Alter

Die soge­nann­te Alters­epi­lep­sie ist die dritt­häu­fig­ste Krank­heit des Ner­ven­sy­stems im Alter, nach Demenz bzw. Alz­hei­mer und Schlag­an­fall. Mit der zuneh­men­den Lebens­er­war­tung der Bevöl­ke­rung und der ver­bes­ser­ten medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung hat die Zahl der Erkran­kun­gen ins­ge­samt zugenommen.

Von einer Epi­lep­sie im höhe­ren Lebens­al­ter spricht man, wenn nach dem 65. Lebens­al­ter epi­lep­ti­sche Anfäl­le auf­tre­ten, wel­che nicht bereits seit der Kind­heit bestehen. Etwa bei jedem zwei­ten Betrof­fe­nen ist die Ursa­che der Alters­epi­lep­sie eine Durch­blu­tungs­stö­rung im Gehirn. Dane­ben sind Kopf­ver­let­zun­gen, Demen­z­er­kran­kun­gen oder Hirn­tu­mo­re wei­te­re mög­li­che Ursachen.

Epi­lep­sien, die erst im fort­ge­schrit­te­nen Alter auf­tre­ten, ber­gen das Risi­ko, dass mög­li­che Anfäl­le von den behan­deln­den Ärz­ten gar nicht als Epi­lep­sien erkannt wer­den. Hat die Gross­mutter immer wie­der kur­ze Absen­zen und ist danach nicht sofort ori­en­tiert, wird dies von Ange­hö­ri­gen manch­mal vor­schnell als «Ja, das Alter halt» abge­tan. Teil­wei­se ver­wech­seln auch Ärz­te die Sym­pto­me eines Anfalls mit begin­nen­der Demenz. Sofort ste­hen dann Fra­gen nach Unter­brin­gung und Unter­stüt­zung im All­tag im Raum. Das Pro­blem dabei: Rich­tig dia­gno­sti­ziert, kann man alters­be­ding­te Epi­lep­sien gut behan­deln und damit älte­ren Men­schen auch sehr viel län­ger ein Leben in Selbst­stän­dig­keit ermöglichen.

Doch auch mit einer kor­rek­ten Dia­gno­se leben älte­re Men­schen häu­fig allei­ne und sind des­halb bei einem epi­lep­ti­schen Anfall grös­se­ren Risi­ken aus­ge­setzt. Unter­stüt­zung bie­ten hier Hilfs­mit­tel im All­tag.

Epilepsie im Alter

Die Fach­or­ga­ni­sa­ti­on Schwei­ze­ri­sche Epi­lep­sie-Liga hat zum The­ma «Epi­lep­sie im Alter» einen beson­de­ren Inf­o­fly­er herausgegeben.

 

Inf­o­fly­er