Beziehung

Bei den meisten Menschen mit Epilepsie sind eine Partnerschaft, Heirat und Kinder so selbstverständlich wie bei Menschen ohne Epilepsie. Allerdings ist die nicht epilepsiebetroffene Partnerin bzw. der nicht epilepsiebetroffene Partner stets von der Krankheit mit-betroffen.

Der Partner oder die Partnerin sollte keine Mühe bekunden mit den ab und zu auftretenden Anfällen, auch in Gesellschaft anderer Menschen. Weiter sollte der Partner/die Partnerin auch bereit sein, krankheitsbedingte Einschränkungen etwa im Sport (Stichwort Schwimmen), beim Autofahren oder bei Freizeitaktivitäten wie Ausgehzeiten zu akzeptieren und darauf Rücksicht zu nehmen. Wie in jeder intakten tragfähigen Beziehung sind das gegenseitiges Einfühlungsvermögen, das Vertrauen und die Offenheit notwendig, sich über die eigenen Ängste und Sorgen auszutauschen.

Gelegentlich suchen sich Menschen bewusst oder unbewusst einen Partner/eine Partnerin mit einer Krankheit, um diesen umsorgen und betreuen zu können. Ein solches Beziehungsmodell beruht nicht unbedingt auf der Gleichwertigkeit der beiden Partner und kann längerfristig zu bedeutenden Konflikten führen. Im gemeinsamen Gespräch lohnt es sich deshalb die Auswirkungen der Epilepsie auf die Beziehung und die unterschiedlichen Rollen mit der dazugehörenden Verantwortung zu thematisieren.