Partnerschaft

Als Part­ner oder Part­ne­rin von Epi­lep­sie­be­trof­fe­nen sind Sie von der Krank­heit mit-betrof­fen. Im All­tag beglei­tet die Angst vor dem näch­sten Anfall die Ange­hö­ri­gen auf Schritt und Tritt. Im Umgang mit Behör­den enga­gie­ren sich Part­ner und Part­ne­rin­nen häu­fig sehr stark mit oder über­neh­men sogar voll­stän­dig die Auf­ga­be, die Kor­re­spon­denz oder Ver­hand­lun­gen mit Ver­si­che­run­gen zu füh­ren. Sind Kin­der da, stel­len sich Fra­gen, ob und in wel­chem Umfang der betrof­fe­ne Part­ner Betreu­ungs­auf­ga­ben über­neh­men kann. Durch die häu­fi­gen finan­zi­el­len Ein­schrän­kun­gen durch die Epi­lep­sie, bekommt die Berufs­tä­tig­keit des Partners/der Part­ne­rin als Ernäh­rer oder Ernäh­re­rin der Fami­lie ein beson­de­res Gewicht. Das kann, soll­te es dem/der Part­ne­rIn mal gesund­heit­lich schlech­ter gehen, auch den Druck auf die gan­ze Fami­lie mas­siv erhö­hen. Wo Part­ne­rin­nen oder Part­ner schliess­lich in die Rol­le von Pfle­gen­den rut­schen, droht die Bezie­hung und auch die Sexua­li­tät in der Bezie­hung auf der Strecke zu bleiben.

Eng­ster Angehöriger/engste Ange­hö­ri­ge eines chro­nisch kran­ken Men­schen zu sein wird häu­fig unter­schätzt – nicht zuletzt von den Betrof­fe­nen sel­ber. Die eige­ne Rol­le in der Part­ner­schaft zu hin­ter­fra­gen, Äng­ste und Sor­gen im Hin­blick auf die Krank­heit zu tei­len, den eige­nen Bezug zur Krank­heit zu klä­ren und zu reflek­tie­ren, hilft im All­tag, eine leben­di­ge Part­ner­schaft zu erhal­ten und auch, wo nötig, Gren­zen zu setzen.

 

Epilepsie-Schulung für Erwachsene

Epi-Suis­se bie­tet mit dem Kurs «Leben mit Epi­lep­sie» eine beson­de­re Epi­lep­sie-Schu­lung für erwach­se­ne Betrof­fe­ne und ihre Ange­hö­ri­gen an. Ziel ist es, im All­tag einen bes­se­ren Umgang mit der Krank­heit zu fin­den. Erfah­ren Sie hier mehr dazu:

Epi­lep­sie-Schu­lun­gen