Kurse & Weiterbildungen

Regelmässig bietet Epi-Suisse in der ganzen Schweiz Workshops und Weiterbildungen an, in denen die Teilnehmenden selber stark einbringen können und ihre individuellen Anliegen auch während des Kurses aufgenommen und integriert werden.

Neben der Wissensvermittlung geht es in den Kursen und Weiterbildungen stets darum, das eigene Instrumentarium im Umgang mit der Epilepsie zu verbreitern, neue Methoden der Krankheitsbewältigung kennenzulernen oder sich in spezifischen Fragestellungen rund um den Alltag mit Epilepsie (zum Beispiel «Kommunikation mit dem behinderten Kind» oder «Umgang mit Stress», usw.) auseinanderzusetzen.

Regelmässig etabliert hat Epi-Suisse folgende «Veranstaltungsgefässe»:

Jedes Jahr veranstalten wir einen Tag speziell für Familien mit einem betroffenen Kind und rücken dabei ein Thema besonders in den Vordergrund. Dies betrifft stets dem Umgang mit der Krankheit im Alltag. Mal geht es um Bewältigungsmethoden für die ganze Familie, mal Fragen zu ganz bestimmten Lebensabschnitten (Schuleinstieg oder erwachsen werden) und manchmal rücken wir auch die Rolle der Geschwisterkinder ins Zentrum.

Der Selbsthilfetag richtet sich speziell an Menschen, die eine Selbsthilfegruppe leiten oder besuchen.
Hier versuchen wir aktuelle Themen aus den Gruppen aufzunehmen, aber auch Dynamiken einer Diskussion zu zeigen, um unsere Gruppen darin zu unterstützen, eine aktive Diskussion zu ermöglichen, in der niemand untergeht. Denn der Austausch unter Betroffenen zählt für Menschen mit Epilepsie und ihre Angehörige zum Wertvollsten im Alltag.

Der Elterntag richtet sich ausschliesslich an Eltern von betroffenen Kindern und findet ohne die Kinder statt. Die diesjährige Tagung mit dem Thema “Ablösung und Loslassen – Wenn Kinder mit Behinderung erwachsen werden” wird in Zusammenarbeit mit der Vereinigung Dravet Syndrom Schweiz, Angelman Verein Schweiz und dem Elternverein für hirnverletzte Kinder hiki veranstaltet.

Das ganze Programm und weitere Informationen finden Sie hier.

„Famoses“ der Kurs für Eltern und Kinder

Der Famoses-Kurs richtet sich an schulpflichtige Kinder (Betroffene und Geschwisterkinder) sowie an die Eltern. Zwei Tage lang besuchen sie getrennt voneinander einen Kurs, um mehr über Epilepsie zu erfahren.

Als Matrosen und Seemänner begeben sich die Kinder, angeleitet von speziell geschulten Fachpersonen, spielerisch auf eine Seefahrt, lernen auf einer Schatzsuche Epilepsie näher kennen, erfahren auf der Insel „Fungus Rock“, warum die Medikamente helfen und üben auf der Ferieninsel, wie sie Epilepsie im Alltag, mit Schulkameradinnen und -kameraden oder Bezugspersonen ansprechen können.

Im Elternkurs amtieren ein Neuropädiater und eine Psychologin als Kursleitende. Sie vertiefen sich ins Thema, nehmen Fragen der Teilnehmenden auf und gehen soweit möglich auch auf die individuelle Situation ein. Neben den medizinischen Erläuterungen (Was ist Epilepsie, Anfallsformen, Behandlungsmöglichkeiten) steht vor allem der Umgang mit der Krankheit im Vordergrund. Dieser wird als Prozess begriffen, auf den sich Eltern bewusst einlassen können, um so ihren Alltag zu erleichtern.

Famoses ist eine Abkürzung und steht für «Modulares Schulungsprogramm Epilepsie für Familien». Im Schulungsprogramm werden in verschiedenen Modulen, die für die Eltern und Kinder ganz unterschiedlich aufbereitet sind, diverse Aspekte der Epilepsie beleuchtet (Was ist Epilepsie? Wie verläuft die Therapie? Umgang und Verarbeitung der Diagnose? Weg zur Akzeptanz, usw.). Durch die vertiefte Auseinandersetzung, den Raum für individuelle Fragen wird das Verständnis und vor allem der Umgang mit der Krankheit vertieft gefördert.

Epi-Suisse ist in der Schweiz die einzige Organisation, welche famoses-Kurse anbieten darf.