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Vorschulalter 2017-09-21T19:14:43+00:00

Auswirkungen der Epilepsie bei Kleinkindern

Eine Epilepsie-Diagnose hat einschneidende psychische Auswirkungen, gekennzeichnet durch widersprüchliche, aufwühlende Gefühle. Zu wissen, welche Form der Krankheit genau vorliegt, ermöglicht zum einen dem Arzt, die bestmögliche Behandlung zu finden, zum anderen aber auch dem Betroffenen, die eigenen inneren Ressourcen zu mobilisieren, um sich mit der Krankheit auseinandersetzen zu können.

Wenn die Diagnose jedoch einem kleinen Kind gestellt wird, lässt sich ausmalen, dass von den psychischen Auswirkungen im Wesentlichen die Eltern betroffen sind. Eltern, die zunächst selbst Zeit brauchen, um die Diagnose zu verarbeiten. Erst dann können sie das Kind beruhigen, das die epileptischen Anfälle durchmacht, ohne noch in der Lage zu sein, das, was es erlebt, zu begreifen.

Die Diagnose Epilepsie gibt dem Geschehen einen Namen, eine Gestalt, mit der ein kleines Kind aber wohl kaum etwas anfangen kann. Zudem kommt die Krankheit mit einem ganzen Wust an medizinischen Fachbegriffen daher, die oft schon für die Eltern schwer verständlich sind, geschweige denn für ein Kind.

Carla – ein Bilderbuch über Epilepsie

Mit dem Bilderbuch Carla können sich schon kleinere Kinder mit dem Thema Epilepsie auseinandersetzen. Es erzählt die Geschichte von Carla, die für alle im Kindergarten ein Mädchen wie jedes andere war. Das ändert sich, als sie eines Tages einen epileptischen Anfall erleidet.
Das Bilderbuch erläutert auf 32 Seiten Formen der Krankheit und Behandlungsmöglichkeiten. Es eignet sich für Kinder von 3 bis 6 Jahren und kann über Epi-Suisse bestellt werden.

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Angst vor dem Anfall

Die Unvorhersehbarkeit der Anfälle kann beim Kind einen Angstzustand hervorrufen, der eine allgemeine Verunsicherung nach sich zieht. Die sich entwickelnde Unsicherheit des Kindes beeinträchtigt sein Lern- und Erkundungsverhalten.
Lernen, begreifen, erkunden bedeutet, den Mut aufzubringen, sich auf unbekanntes Terrain vorzuwagen – was sich noch schwieriger gestaltet, wenn man sich nicht ausreichend sicher fühlt. Eine allgemeine Unsicherheit hindert das Kind daran, die unbekannte Welt zu erforschen, mit der es sich jedes Mal konfrontiert sieht, wenn es gilt, Neues zu erlernen und sich mit neuen Beziehungen auseinanderzusetzen.
Die Eltern müssen dem Kind als eine Art „Gefäss“ dienen, in das es seine anfallsbedingten Ängste ableiten kann.

Hilfe und Unterstützung für die Eltern und eine akkurate Diagnosestellung helfen auch dem Kind dabei, dem Leben mit grösserer Sicherheit entgegenzutreten.
Die Beratung von Epi-Suisse unterstützt Sie gerne auf diesem Weg. Rufen Sie uns einfach an.