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Schule und Ausbildung 2017-09-19T15:05:37+00:00

Schule

Wie ein Kind mit Epilepsie in der Klasse oder im Unterricht integriert ist, ist weniger abhängig von der individuellen Krankheitsform als von den Einstellungen der Klassenkameradinnen und  kameraden wie auch der Lehrkraft.

Ein von Epilepsie betroffenes Kind kann wie jedes andere Kind die seinen Gaben entsprechenden Ziele erreichen. Die individuelle Begabung eines Kindes hängt nicht von der Epilepsie ab.
Epilepsien haben keinen generellen und anhaltenden Einfluss auf Intelligenz, Lernvermögen und Leistungsfähigkeit. Anfälle und Arzneimittel können jedoch das Lernvermögen und die Leistungsfähigkeit vorübergehend beeinträchtigen.

Viele Kinder mit Epilepsie haben keine besonderen Schwierigkeiten in der Schule. Falls es jedoch zu Leistungsstörungen kommt, sind diese stets ernst zu nehmen, da sie nicht folgenlos für den Fortschritt in Schule und Beruf sowie für die psychische Entwicklung bleiben werden. Eine gründliche Ursachenabklärung sowie entsprechende Hilfsangebote sind daher von äusserster Wichtigkeit.

Unterstützung für Lehrpersonen und Eltern

Epilepsien im Schulalltag

Epilepsien im Schulalltag

In der Broschüre „Epilepsien im Schulalltag“ finden Lehrpersonen medizinische, psychologische und pädagogische Informationen zum Thema Epilepsie, die sie im Unterrichtsalltag mit epilepsiebetroffenen Kindern unterstützen.

Unterrichtsmappe

Unterrichtsmappe

Leihen Sie sich unsere „Unterrichtsmappe Epilepsie“ aus. Sie enthält Schulungsunterlagen über Epilepsie für den Unterricht an der Mittel- und Oberstufe.

Themenbeitrag Schuleinstieg

Finden Sie hier Hintergrundinformationen zum Thema Schuleinstieg. Unsere Beraterin hat für Sie die wichtigsten Fakten zusammengetragen.

Lagerwoche

Entlastung für Eltern

Für Schulkinder mit Epilepsien stehen unsere Sommer- und Herbstlager offen. Die Kinder sind gut betreut und die Eltern erfahren eine Entlastung.

Berufswahl

Wie für alle Jugendlichen muss sich die Berufswahl in erster Linie nach den Neigungen und Fähigkeiten im Einzelfall richten.
Die Epilepsie darf dabei jedoch nicht ausser Acht gelassen werden, insbesondere im Zusammenhang mit den folgenden Fragen: Inwieweit ist die Epilepsie kontrolliert? Was passiert, wenn es am Arbeitsplatz zu (erneuten) Anfällen kommt?

In der Regel ist Epilepsiebetroffenen der Zugang zu Berufen, in denen bei einem Anfall andere in Gefahr kommen könnten, z. B. Pilot, Chauffeur oder Lokomotivführer, verwehrt. Nur mit gewissen Einschränkungen kommen Beschäftigungen in Frage, bei denen Anfälle die betroffene Person selbst in Gefahr bringen können, z. B. Berufe, in denen auf Leitern, Gerüsten oder Dächern gearbeitet wird.

Feststellen zu müssen, dass bestimmte Berufe Personen mit Epilepsie verwehrt sind oder nicht empfohlen werden, schmerzt. Es ist also verständlich, dass die Berufswahl und folglich die Auseinandersetzung mit den eigenen Chancen im Leben für die Betroffenen mit vergleichsweise grösseren Schwierigkeiten verbunden sind.
Umso wichtiger ist es daher, sich an Vertrauenspersonen (unter anderem die Lehrkraft) zu wenden und zeitig eine eingehende Berufsberatung in Anspruch zu nehmen.
Empfehlenswert ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Schule, Berufsberatern und behandelndem Arzt, nach Möglichkeit auch unter Beiziehung eines Neuropsychologen und der Angehörigen.