Inhalt - Häufige Fragen

Fragen Sie, wir geben gerne und jederzeit Antwort

Hier können wir nur einen kleinen Ausschnitt von Fragen beantworten, die täglich an uns gestellt werden.
Ihre persönlichen Fragen beantworten wir gerne am Telefon oder noch besser, im Gespräch mit Ihnen, bitte rufen Sie uns an T 043 488 68 80.

Bei Epi-Suisse meldet sich Frau T. und schildert ihre Probleme im Zusammenhang mit der Arbeit und der Epilepsie. Sie weiss nicht, ob sie ihren Kolleginnen mitteilen soll, dass sie Epilepsie hat. Und wie sie das ihrer Vorgesetzten erklären soll. Auch ist für sie unklar, ob sie Anspruch auf Hilfe von Sozialversicherungen hat. Die Angst vor der Kündigung belastet sie sehr.

Epi-Suisse weist Frau T. auf den Treffpunkt zum Thema "Wichtiges rund um das Erwerbsleben mit Epilepsie" hin. Die Informationen an diesem Treffpunkt vermitteln Frau T. Klarheit und geben ihr Sicherheit im Umgang mit der Epilepsie. Ausserdem ergeben sich neue soziale Kontakte, sodass Frau T. am nächsten Ausflug von Epi-Suisse teilnimmt.

 

Die Mutter der 10jährigen S. ruft bei Epi-Suisse an. S. besucht die Mittelstufe und hat mehrmals pro Jahr epileptische Anfälle. Das fehlende Wissen über Epilepsie und dementsprechend das mangelnde Verständnis von den Lehrern gegenüber dem Schlafbedürfnis von S. führt zu schwierigen Interventionen. So musste S. als Strafaufgabe einige Male sehr früh in der Schule erscheinen.

Dank der Broschüre "Epilepsien im Schulalltag" und der Intervention der Mutter, konnten die Lehrpersonen für die Krankheit Epilepsie sensibilisiert werden. Ausserdem konnte die neu erstellte Unterrichtsmappe für Lehrpersonen zum Thema Epilepsie eingesetzt werden.
Die Beratung hat dazu geführt, dass ParEpi bei den pädagogischen Hochschulen auf die Wichtigkeit von chronischen Krankheiten wie Epilepsie in der Ausbildung von zukünftigen Lehrpersonen hingewiesen hat. Die Broschüre "Epilepsien im Schulalltag" konnte verteilt werden. So bleibt zu hoffen, dass zukünftige Lehrpersonen die nötige Sensibilität und Offenheit gegenüber Epilepsie haben.


A. ist 17 Jahre alt und hatte innerhalb zweier Monate zwei Grand-Mal Anfälle.
Er ist verzweifelt, da er nun nicht mehr Auto fahren darf. Er hat Probleme mit den Medikamenten, weil er davon sehr müde wird. Seine Freundin fühlt sich mit den Anfällen von A. überfordert und hat grosse Angst davor. Ausserdem mag sie mit ihrem Freund nicht immer über die notwendige Medikamenteneinnahme diskutieren. 

Herr A. besucht mit seinen Eltern und seiner Freundin ein Kurzreferat von Epi-Suisse mit anschliessender Diskussion, welches gleich in seiner Region stattfindet. Nach anfänglichem Zögern erzählt er von seinen Problemen. Er ist froh, dass er sich mit Gleichgesinnten austauschen kann, und erhielt viele Tipps zum Umgang mit seiner Diagnose. Seine Eltern und seine Freundin haben die Möglichkeit, in einer separaten Gruppe zusammen mit Angehörigen zu diskutieren. Sie zeigten sich am Schluss sehr erleichtert über den wertvollen Austausch und die zahlreichen Rückmeldungen, von anderen Angehörigen. Sie melden sich gleich für eine Mitgliedschaft an und wollen jetzt regelmässig über die Veranstaltungen von Epi-Suisse informiert werden.

 

Herr und Frau B. sind ratlos. Ihre 8-jährige Tochter leidet an einem seltenen Syndrom, welches viele Anfälle am Tag und nachts auslöst. Die Eltern sind ver-
zweifelt. Sie können teilweise ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen. Die Betreuung
des Kindes ist auch in der Kindertagesstätte sehr schwierig. Das Kind muss oft hospitalisiert werden. Die anderen zwei Geschwister leiden unter der schwierigen Situation. 

Herr und Frau B. melden sich für eine Beratung bei der Geschäftsstelle an. Die Beraterin vermittelt der Familie die Nachbarschaftshilfe, welche sich sogleich sehr einsetzt und eine grosse Entlastung bietet. Sie verschafft der betroffenen Familie Adressen von Eltern, welche ein Kind mit dem gleichen Syndrom haben. Es entsteht ein reger Austausch. Zusammen mit der Geschäftsstelle wird diskutiert, ob die Teilnahme des betroffenen Kindes in einer Kinderferienwoche sinnvoll wäre. Nach Absprache mit den Verantwortlichen wird das Kind in die Ferienwoche mitgenommen und vergnügt sich mit den anderen Teilnehmenden. Die Eltern geniessen diese Woche mit den anderen beiden Kindern. 

 

Herr und Frau Z. sind beide epilepsiebetroffen. Frau Z. arbeitet in einer geschützten Werkstatt und Herr Z. bezieht eine volle IV-Rente. Beide meistern ihr Leben bestens. Bei einem erneuten grossen Anfall, verletzt sich Frau Z. schwerwiegend und wird für einige Wochen hospitalisiert. Herr Z. meldet sich auf der Beratungsstelle.

Herr Z. kommt in der Geschäftsstelle vorbei und erzählt, dass er jetzt vieles nicht selbständig erledigen kann.  Er sei jetzt sehr alleine. Die Beraterin empfiehlt ihm die Teilnahme in einer Selbsthilfegruppe in seiner Region. Ausserdem wird zusammen mit dem Hausarzt eine Haushaltshilfe aufgeboten, welche dem Mann hilft. Es stellt sich heraus, dass er Mühe hat, alleine an die Medikamente zu denken, und vergisst dann oft diese einzunehmen. Während der Abwesenheit seiner Frau wird die Spitex aktiv, welche über seinen Hausarzt organisiert wurde. Die Beraterin empfiehlt ihm und seiner Frau zu einem späteren Zeitpunkt, an der Ferienwoche für Erwachsene teilzunehmen. 

 

Auch empfehlen wir Ihnen das Buch:

Epilepsie: Antworten auf die häufigsten Fragen

Dr. med. Günter Krämer, Verlag Trias