Inhalt - Abklären und Behandeln

Wie sieht eine medizinische Abklärung aus?

Bei Symptomen, die den Verdacht auf eine Epilepsie nahelegen, sollte rasch und
ohne Zögern eine medizinische Abklärung durchgeführt werden. Da es sich bei Epilepsien nicht um ein einheitliches Krankheitsbild handelt, muss sehr differenziert vorgegangen werden.
Grundlagen für die Abklärung sind die Anamnese und die detaillierte Beschreibung
der Anfälle. Darauf folgen eine klinisch-neurologische Untersuchung und neurophysiologische Abklärungen mit dem Elektroenzephalogramms (EEG).

Bei einem EEG werden die Spannungsänderungen der Gehirnaktivität aufgezeichnet. Dazu werden Elektroden auf der Kopfhaut platziert und mittels dünner Drähte mit dem EEG-Gerät verbunden. Die Untersuchung dauert ungefähr eine Stunde, sie ist ungefährlich, zuverlässig und schmerzlos.

Das Diagnostizieren stärkerer Epilepsien erfordert weitere hoch spezialisierte Untersuchungen und Langzeitabklärungen.

Wie kann Epilepsie behandelt werden?

Jede erfolgreiche Therapie basiert nebst der Diagnosestellung auf wiederholten, ausführlichen Gesprächen mit dem behandelnden Arzt.

Die medikamentöse Behandlung einer Epilepsie ist immer eine Langzeittherapie und dauert meistens mehrere Jahre. Eine Therapie stützt sich vor allem auf folgende Massnahmen:

  • regelmässige Medikamenteneinnahme
  • geregelte Lebensführung mit regelmässigem Schlaf-Wach-Rhythmus
  • regelmässige ärztliche Kontrollen
  • Über- oder Unterforderung meiden
  • vermeiden von provokativen Faktoren wie Alkohol und Drogen


Mit diesen Massnahmen werden viele der Betroffenen anfallsfrei. Bei einigen Patienten aber kann die Krankheit nicht befriedigend kontrolliert werden. Eine kleine Zahl von Patientinnen und Patienten, mit sogenannten therapieresistenten Epilepsien, kann heute operativ behandelt werden, sofern sich der Herd in einer genau umschriebenen Region des Gehirns befindet.